Beim diesjährigen Sommerlehrgang des THV-Leistungskaders in der Landessportschule in Bad Blankenburg stand auch der Austausch untereinander im Fokus. Das Thüringer Schiedsrichtergespann Große-Luhn von der SG Schnellmannshausen war ebenfalls mit vor Ort. 

Am letzten Juni-Wochenende bereiteten sich die thüringischen Handballschiedsrichter des Leistungskaders im alljährlichen Sommerlehrgang auf die neue Spielzeit 2019/2020 vor. 

Lutz Pfefferkorn (SR-Wart) und Johannes Rudolph (stellv. SR-Wart und SR-Ansetzer) eröffneten den Samstag mit einem freudigen und einem weinenden Auge. Sie mussten gleich fünf Sportfreunde in den handballerischen Ruhestand verabschieden. Volker Leinhos, Norbert Dönnicke, Andreas Heinzmann und das Gespann Lugauer/Schuster beendeten ihre Karrieren aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen. Zum traditionellen Grillabend erhielten sie in großer Runde ein persönliches Dankeschön für ihre teils jahrzehntelange Arbeit im THV. Gleichzeitig konnten fünf Nachwuchsschiedsrichter neu in den B-Kader aufgenommen werden, welche nun gezielt gefördert werden sollen, um in die Fußstapfen ihrer Vorgänger zu treten. Fortan existieren die Gespanne Nolde/Trautvetter/Heimbürge und Hiob/Hoche. Zudem ergänzt Mario Schmid, aus Sachsen-Anhalt wechselnd, das neu gebildete Team Hanse/Schmid im A-Kader.

Der erste offizielle Teil des Lehrgangs bestand aus dem Regel- und Videotest, welcher in diesem Jahr den Schwerpunkt „Blaue Karte“ besaß. Das Ziel war es, alle Beteiligten für eine feine Differenzierung bei der Bewertung von Vergehen auf dem Spielfeld, sowie deren Folgen, zu sensibilisieren. Nach dem erfolgreichen Abschneiden aller Teilnehmer setzte Andreas Wilck mit der Auswertung der Schiedsrichterbeobachtung fort. Das positive Fazit ist, dass alle neutralen Beobachtungen planmäßig durchgeführt werden konnten und auch die Vereinsbeobachtungen in den Landes- und Thüringenligen spürbar an Qualität gewonnen haben. In der neuen Spielzeit wird Andreas‘ Team weiterhin erfahrene SR-Beobachter umfassen, wobei Stefan Olsok, als aktiver SR der dritten Liga, als SR-Beobachter für den THV, gewonnen werden konnte. Auch in der Mitteldeutschen Oberliga wird man die thüringische Präsenz durch die Sportfreunde Sigmar Raßbach und Gunnar Beyer als SR-Beobachter erhöhen. Zu einer intensiven Vorbereitung gehören natürlich auch Theorieeinheiten, welche am Samstagnachmittag auf dem Programm standen. Das neue „DHB-Schiedsrichterportal“, eine interaktive Onlineplattform in Kooperation zwischen DHB und Philippka-Verlag, wurde vorgestellt. Dieses ermöglicht jedem Schiedsrichter, von der Bundesliga bis zur Verbandsklasse, sich zu aktuellen Themen im Bereich Handball und Regeln auf dem Laufenden zu halten. Im Mittelpunkt standen an diesem Wochenende auch die Bestimmungen und Festlegungen für die neue Saison. Zu diesem Zweck wurden die Durchführungsbestimmungen, sowie die neue Ligastruktur besprochen. Das Augenmerk lag insbesondere auf dem Kinder- und Jugendbereich, in dem einige Besonderheiten zu beachten sind. Diese betreffen vor allem das Reglement im Bezug auf Abwehrformen, Sanktionierungen und die Möglichkeiten des Spielerwechsels. Neue Herausforderungen für die Schiedsrichter werden sich sowohl durch die eingleisige Landesliga Männer – diese verspricht eine hohe Qualität der Spiele – als auch durch die Zusammenlegung der Thüringenliga der Frauen in zwei Landesliga-Staffeln ergeben. Den letzten Teil des Samstags bildete der Sporttest, welcher regelmäßig in Form eines Shuttle-Runs durchgeführt wird. Erwartungsgemäß bestehen im athletischen Bereich weiterhin große Unterschiede, welche wohl auf die sehr breite Altersstruktur des Kader zurückzuführen sind.

Auch am zweiten Tag hat man noch einmal intensiv gearbeitet, um letzte Feinschliffe vorzunehmen. So hat Lutz Pfefferkorn an diesem Morgen diverse kritische Szenen aus der abgelaufenen Spielzeit thematisiert, welche in der Runde intensiv diskutiert und ausgewertet wurden. Daraus resultierten diverse Festlegungen für die Ende August mit dem Pokalwochenende beginnende Saison 2019/2020. Den Abschluss bildeten Infos zum Thema digitaler Spielerpass, welcher nun in Thüringen eingeführt worden ist, sowie einige Hinweise zu den neuen IHF-Guidelines. Dabei handelt es sich um Interpretationen, Auslegungen und Neuerungen bzgl. der Handballregeln, die durch die höchste internationale Regelkommission im Handball erarbeitet werden. Die thüringischen Schiedsrichter starten somit gut vorbereitet und zuversichtlich in die kommende Spielzeit. Großer Dank gilt allen Verantwortlichen, welche jedes Jahr mit viel Engagement zum Gelingen des Spielbetriebs beitragen.

Bericht: Patrick Luhn

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