THV-Verbandstrainer Christian Roch interviewte vergangene Woche Greta Köster, Nachwuchsspielerin des Thüringer HC, welche mit der weiblichen U17-Beachnationalmannschaft bei der Beachhandball-Europameisterschaft in Stare Jablonki sensationell die Bronzemedaille gewann. 

Christian Roch: Herzlichen Glückwunsch, liebe Greta! Am Montag bist Du aus Polen mit einer Bronzemedaille von der Beachhandball-EM nach Erfurt zurückgekehrt. Hast Du das alles schon so wirklich realisieren können?

Greta Köster: Natürlich nicht, das war eine so große Überraschung für uns alle. So richtig realisieren konnte ich erst alles am nächsten Tag.

Christian Roch: Wie haben denn Deine Eltern und Freunde auf die Nominierung reagiert und was sagen sie nun dazu, Dich als EM-Medaillengewinnerin zurück zu bekommen?

Greta Köster: Alle waren sehr stolz auf mich und haben interessiert jedes Spiel aufmerksam verfolgt. Nach dem Spiel bekam ich sofort unzählige Nachrichten mit Glückwünschen und das hat mich sehr gefreut.

Christian Roch: Die Nominierung für die Beach-EM kam ja durchaus überraschend zustande, oder? Welche Vorerfahrungen hattest Du denn im Beachhandball?

Greta Köster: Ein paar Erfahrungen bekam ich vorher durch die Teilnahme an Beachhandball- Turnieren mit meiner alten Mannschaft des Grün Weiß Schwerin. Jedoch liegt dies schon 2 Jahre zurück und das hat mich anfangs etwas verunsichert. Schnell bekam ich aber durch das Turnier in Kelkheim viel Sicherheit, ich fand mich schnell zurecht und ein bedeutender Faktor war unter anderem auch das Wohlbefinden in der Mannschaft. Die Mädels haben mich gerne aufgenommen.

Christian Roch: Wie war denn die Stimmung im Team vor und während der EM? Ist das alles vergleichbar mit anderen DHB-Lehrgängen in der Halle, an denen Du ja schließlich zuvor auch schon teilgenommen hattest.

Greta Köster: Die Stimmung war überraschend  positiv. Besonders gut hat mir gefallen, dass man ein sehr gutes Verhältnis zwischen einer fokussierten Einstellung und dem Spaß am Spielen nicht verloren hat. Einen wirklichen Unterschied gab es zur Halle nicht, denn wir hatten genau das gleiche Ziel vor Augen. Eine Medaille mit nach Hause zu nehmen war das erwünschte Ziel.

Christian Roch: Wo liegen aus Deiner Sicht die größten Unterschiede zwischen Beach- und Hallenhandball? Taktisch, technisch und athletisch?

Greta Köster: Aus der Sicht des Torhüters kann ich nur sagen, dass es läuferisch ein großer Unterschied ist. Ich muss so schnell wie möglich nach einem gewonnenen Ball das Feld verlassen, sodass eine Feldspielerin für mich rein kann. Mal abgesehen davon, dass es eine große Anstrengung auf dem Sand ist.

Christian Roch: Vielleicht hast Du ja mitbekommen, dass sich auch der Thüringer Handball-Verband seit diesem Jahr für die Entwicklung des Beachhandballs in Thüringen stark macht. Welche Tipps kann uns eine EM-Medaillengewinnerin dazu geben? Was macht den Beachhandball aus, worauf wird zu achten sein?

Greta Köster: Nach den acht Tagen kann ich auf jeden Fall sagen, dass die Abwehr ein sehr, sehr wichtiger Bestandteil des Spiels ist. Torwart und Blockspieler müssen aufeinander abgestimmt sein, sodass man leichte Ballgewinne erkämpfen kann. Dies gibt der Mannschaft sehr viel Selbstvertrauen und kann auch ein bedeutender Faktor im weiteren Verlauf des Angriffes sein.

Christian Roch: Würdest Du Dich zukünftig im DHB-Dress gerne in Richtung Beachhandball spezialisieren oder siehst Du Dich schon weiterhin vorrangig als Hallenhandballerin? Du stehst ja aktuell auch noch auf der Reserveliste für die Hallen-EM in diesem Sommer, richtig?

Greta Köster: Ja richtig, ich werde natürlich vorrangig im Hallenhandball tätig sein und natürlich würde ich mich auch auf eine Nominierung zur Hallen-EM freuen. Aber ich habe auch den Beachhandball lieben gelernt und werde auch in der Zukunft versuchen diesen weiter zu betreiben.

Christian Roch: Solche tollen Erfolge sind ja auch immer ein Anlass, mal kurz zurück zu blicken und zu überlegen, wer einem auf diesem Weg bis dato alles begleitet und geholfen hat. Wer fällt Dir dazu ein?

Greta Köster: An erster Stelle fällt mir mein Vater ein, der mir ab Kindesalter schon das Handballspielen beigebracht hat. Dazu kommen aber auch die eigenen Erfahrungen, die ich in den verschiedenen Vereinen gesammelt habe. Auf dem Weg vom TSV Bützow zum Grün Weiß Schwerin dann nach Dortmund und schließlich bis zum THC.

Christian Roch: Vielleicht kannst Du uns ja zum Abschluss noch einen kurzen Einblick in Deine bisherige Karriere und in Deine Zukunftspläne gewähren? Wo kommst Du her? Warum bist Du in Erfurt? Und wo siehst Du Dich in den nächsten Jahren bzw. nach der Schulzeit – beruflich und handballerisch?

Greta Köster: Ich komme aus dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, aus einem kleinen Dorf Selow. Meine Karriere begann mit der Landesauswahl auf dem Sichtungsturnier in Berlin vor ein paar Jahren. Ich wurde dort ins All-Star Team gewählt und bekam danach unzählige Anfragen von großen Vereinen. Meine erste Orientierung ging nach Dortmund, jedoch fand ich mich sportlich und persönlich nicht so zurecht, sodass ich nun beim THC meinen Platz gefunden habe. In der Zukunft hoffe ich, dass ich mich für einen Einsatz in der ersten Mannschaft qualifizieren kann. Beruflich orientiere ich mich nach dem Abitur in Richtung des Lehramtes.

Christian Roch: Liebe Greta, wir wünschen Dir weiterhin ganz viel Spaß am Handball, ob nun in der Halle oder im Sand. Lass Dich feiern!

Foto: DHB 

Zweite unten von links auf dem Foto: Greta Köster

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