Am vergangenen Wochenende nahm die weibliche THV-Auswahl (Jg. 2004/2005) am Leistungsturnier in Hoyerswerda teil. 

Am Freitag durfte die Thüringen-Auswahl den Konrad-Zuse-Cup gegen die gastgebende Landesauswahl (Jg. 2004) aus Sachsen eröffnen. Schnell wurde klar, dass es eine sehr schwere Aufgabe für Thüringen werden würde gegen die Gastgeber. Sachsen war in allen Belangen überlegen, was sich im Ergebnis von 23:9 widerspiegelte.

Trotz dieser Auftaktniederlage wollte die neu formierte Mannschaft zeigen, was in ihr steckt. Die erste Halbzeit gegen die Landesauswahl Berlins verlief ähnlich wie am Tag zuvor, in der Abwehr arbeitete man nicht konsequent genug, im Angriff vergab man zu viele 100%-ige Chancen. Mit einem Rückstand (4:7) ging man in die Pause. Das Trainergespann Nico Geyersbach und Frank Angermann motivierte das Team für die zweite Halbzeit. Das Team um Sarah Kupke und der nachgereisten Lea Liebetrau nahm den Kampf an. Die Abwehr agierte agiler und stellte die Berliner Mädels vor größere Probleme. Im Angriff wurde mit mehr Druck aus dem Rückraum gearbeitet. Man ließ Übergänge laufen, mit der die Berliner Mannschaft nicht zurecht kam. Sidney Bätz auf Linksaußen und Sarah Kupke konnten mit wichtigen Toren den Rückstand bis kurz vor Spielende egalisieren. Im Tor hielt Laura Jacobs nach anfänglichen Schwierigkeiten ihren Mitspielern den Rücken frei, so dass Thüringen 30 Sekunden vor Schluss die Chance zum Sieg in der eigene Hand war. Leider verlor man den Ball zu leichtfertig, den Gegenangriff konnte man vor Ablauf der Zeit regelgerecht verteidigen, so dass man ein starkes 11:11 herausspielen konnte.

Dieses Ergebnis, nach einem 5 -Tore Rückstand, sollte den Mädels den nötigen Schwung für das Spiel gegen Sachsen-Anhalt geben. Mit einem Sieg hätte man sich für eine ansteigende Teamleistung belohnen können, leider fehlte am Ende das nötige Quäntchen Glück. Die ersten 15 Minuten verliefen ausgeglichen, die Führung wechselte im Minutentakt. Nach einer Umstellung der Abwehrformation auf eine Offensive 3:2:1 konnte sich das THV Team anfangs der zweiten Halbzeit bis auf 5 Tore absetzen. Anstatt die Angriffe nun länger auszuspielen, nahm man sich unvorbereitete Würfe und machte plötzlich ohne Not technische Fehler. Dadurch brachte man den Gegner wieder ins Spiel und kam am Ende zu einem glücklichen 17:17 Unentschieden. Den Mädels war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, hatte man den Sieg in der eigenen Hand bis 2 Sekunden vor Schluss.

Als Dritter der ersten Gruppe spielte man gegen den Viertplatzierten der zweiten Gruppe (Sachsen Jg. 2005). Den Mädels war anzumerken, dass man noch vom Spiel gegen Sachsen-Anhalt geschockt war. Die Abwehr fand bis zur Pause kaum statt, im Angriff rieb man sich in erfolglosen klein-klein-Aktionen auf. Gegen die offensive Abwehrformation des Gegners verlor man zu schnell die Bälle und bekam über das Tempospiel zu einfache Tore. Mit wieder einmal 5 Toren in Rückstand ging es in die Pause. Die Trainer stellten personell auf einigen Positionen um und gaben den Mädels einen Plan für die zweite Halbzeit mit. Dieser wurde sofort erfolgreich in die Tat umgesetzt. Die Abwehr um Torhüterin Laura Jacobs stand sicherer, erkämpfte sich Bälle, man baute ruhig das Spiel auf. Sarah Kupke war mit ihren Schlagwürfen und Durchbrüchen kaum vom Gegner zu stoppen. Innerhalb von 7 Minuten gelang das 12:12. Beim 13:12 gelang erstmals die Führung. Bis zum 17:17, vier Minuten vor Ende der Partie, konnte man mithalten, danach merkte man die konditionellen Defizite und den Kräfteverschleiß den Mädels an. Durch unvorbereitete Wurfsituationen bekam der Gegner die Chance, sich auf 3 Tore abzusetzen und nutzte diese konsequent aus. Wer eine Minute vor Schluss jedoch dachte, Thüringen gibt das Spiel beim 17:20 - Rückstand kampflos her, schien sich getäuscht. Die letzten Kraftreserven würden mobilisiert, jeder kämpfte um den Ball, leider kam das Aufbäumen zu spät. Am Ende hieß es 19:20 für Sachsen. Sonntag folgte das letzte Spiel um Platz 7. Leider konnte kein Mädel an die gezeigten Leistungen der Vorspiele anknüpfen. Somit wurde das letzte Spiel 16:17 gegen Sachsen-Anhalt verloren. Sehr erfreulich war, dass Sarah Kupke am Ende des Turniers ins 7-köpfige Allstarteam gewählt wurde. 

Foto: Tizian Reum und Sarah Kupke (beide in das jeweils 7-köpfige Allstarteam gewählt) neben THV-Verbandstrainer Christian Roch

Fazit: Trotz begrenzter taktischer Möglichkeiten ist eine deutliche Steigerung im individuellen Bereich der Mädchen zu sehen. Lediglich das Spiel gegen die Auswahl Sachsens (Jg. 2004) wurde mit zu hohem Abstand verloren. Die restlichen Spiele machten deutlich, dass man mit den anderen Verbänden mithalten kann. Thüringen bestach schon bei der DHB-Sichtung durch seine kämpferische Einstellung. Der Kampf und der Wille machen die konditionellen und taktischen Defizite wett. Leider belohnt man sich nach kraftvollen Aufholjagden zu selten selber.

Team Thüringen trat in folgender Besetzung an:

Tor: Paulina Curth, Laura Jacobs

Feld: Annemarie Srock, Caroline Schulz, Kaja Fischer, Vanessa Juchheim, Angelina Neudeck, Sarah Kupke, Sidney Bätz, Finja Wuttke, Nelly Bartsch, Katrin Göbölyös, Gina Lauren Stegmann

Trainer: Nico Geyersbach und Frank Angermann

 

Bericht: Nico Geyersbach

Fotos: Handball-Verband Sachsen/Christoph Jauernik

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